Über Stock und Stein

Ein Wahnsinnswochenende liegt hinter unseren Jungs! Quer durch den Schwarzwald ging es im Rahmen der VAUDE Trans an fünf Tagen über Stock und Stein. Andre Rudiger, Benni Hirt und Frank Lehmann nutzten diesen Bikemarathon der besonderen Art, um sich auf den Rothaus Mudiator am 27. September vorzubereiten. Sportliche Spitzenleistungen wurden dabei gezielt nicht angestrebt: „Für uns war es wichtig, das Gemeinschaftsgefühl wirken zu lassen und dabei gehörig in die Pedale zu treten“, erklärt Benni Hirt und Frank Lehmann führt aus, dass auch der Mudiator als Team bestritten werden soll. Mit der Sonne im Rücken erwies sich die VAUDE Trans in diesem Jahr als „Schwarzwaldgenusstour“. „Wir haben den Schwarzwald völlig neu kennengelernt“, begeistert sich auch Andre Rudiger. Dass der letzte Part der Etappe bei frostigen 9 Grad und Regen absolviert werden musste, reut die Jungs nicht. „Wir wollen den Mudiator stemmen, eine bessere Vorbereitung als das Finale der VAUDE Trans hätte es nicht geben können“, so Lehmann.

“Boah, ist das krass!”

Zwei aus fünf Tagen sind bereits geschafft!

Die diesjährige Vaude-Trans-Schwarzwald hat im Vorfeld nicht zu viel versprochen. Ein erlesenes Fahrerfeld, Hitze, ein ständiges auf und ab über Stock und Stein und eine perfekt organisierte Logistik. Also genau das, was einem echten Marathon-Biker das Herz aufgehen lässt.

„Boah, ist das krass!“ So, und nicht anders, muss man Andre Rudiger nach dem Zieleinlauf der ersten Etappe von Engen nach Murg zitieren. Und, ohne etwas vorweg zu nehmen, heute sah es nicht anders aus. Zielankunft in Grafenhausen, vor den Türen der Staatsbrauerei Rothaus. Das motiviert! Vielleicht waren unsere Jungs nicht die schnellsten im Ziel, aber „wir hatten sau Spaß“, so Frank Lehmann im Ziel, die Füße im hiesigen Dorfbrunnen kühlend.

Exakt 78 Kilometer und 2320 Höhenmeter, vom Rhein, durch den Hotzenwald endlich in den Hochschwarzwald. „Ins Herz“, ins Rothauser Land. Ein perfekter Tag voller Sonnenschein und ja, schön durch die Hitze. Egel, ein schönes, kühles Tannenzäpfle später, war im Ziel alles nur noch halb so wild. Andre, Frank und Benni sind nach wie vor entspannt, genießen den Schwarzwald und sicherlich gibt`s auch nach den Strapazen der dritten Etappe, die morgen von Grafenhausen nach Schonach führt, eine „hopfige Abkühlung“ für unsere Jungs. Weiter geht`s! Am Sonntag ruft der Höchste. Ziel auf dem Feldberg, ein absolut würdiger Ort – um Ziel für fünf Tage Trans Schwarzwald zu sein.

Fünf Tage – fünf Etappen

Die 10. Auflage der VAUDE Trans Schwarzwald punktet mit einem exzellenten Teilnehmerfeld aus hochkarätigen Spitzensportlern. Und wenn es heißt: „Quer durch den Schwarzwald“, dann dürfen auch unsere Jungs nicht fehlen. Mit Andre Rudiger, Benni Hirt und Frank Lehmann gehen gleich drei Powerpakete gemeinsam an den Start. Die Mission ist klar: denn als Botschafter auf Reifen steht das Miteinander höher im Kurs als das Gegeneinander. „Wir freuen uns auf fünf tolle Tage, an denen wir den Schwarzwald aus einer neuen Perspektive erleben werden“, erklärt Rudiger und Frank Lehmann führt aus, dass man sich für eine Teilnahme an der VAUDE Trans Schwarzwald entschieden habe, um vor dem Rothaus Mudiator am 27. September nicht aus dem Training zu kommen. „Wir möchten an Erfahrung gewinnen, Siege haben wir zu genüge eingefahren. Jetzt gilt es, das Biken auf dieser einzigartigen Strecke zu genießen“, betont auch Benni Hirt.
Los geht es am Mittwoch, den 12. August, von Engen nach Murg. Heimatgefühle gibt es am 2. Tag des Rennens, wenn sich der Tross Richtung Grafenhausen und somit auch Richtung Rothaus bewegt. Von Grafenhausen geht es am dritten Tag nach Schonach, um dann am Samstag nach Donaueschingen zu fahren. Das Finale findet am Sonntag statt, wenn es noch einmal hochhinaus geht. Wie bereits im vergangenen Jahr, endet die VAUDE Trans Schwarzwald auf dem Feldberg.

www.trans-schwarzwald.de

Bier git Kraft!

Ein Hauch von Angstschweiß weht derzeit durch den Hochschwarzwald! Was lange nur hinter vorgehaltener Hand gemunkelt wurde, ist nun amtlich: Kein geringerer als Rothauschef Christian Rasch wird beim Rothaus-ETU TNatura Europameisterschaft im Crossthriatlon in Schluchsee an den Start gehen. Und eines ist gewiss, Rasch ist trainiert und hat hochkarätige Unterstützung im Gepäck: Denn Fabian Strecker, Andre Rudiger, Benjamin Hirt, Frank Lehmann und Patrik Faller begleiten Rasch in den Kampf. „Einmal mehr liegen harte Trainingswochen hinter uns. Egal ob auf den Bikes, beim Laufen oder beim Schwimmen  - wir sind bis an unsere Grenzen gegangen und mehr als bereit“, erklärt Teamchef Faller. Die tropischen Temperaturen der vergangenen Tage haben das Team vor zusätzliche Probleme gestellt: “Die Hitze war unglaublich und der Flüssigkeitsbedarf daher enorm hoch. Aber mit Rasch an Bord saßen wir ja quasi an der Quelle“, erklärt Frank Lehmann grinsend. In den letzten Tagen vor dem Wettbewerb wollen es die Jungs noch einmal krachen lassen. „Wir hatten eine kleine Trainingspause eingelegt und wollen jetzt noch einmal voll durchstarten“, so Faller. Das Christian Rasch, der als Schwimmer an den Start gehen wird, an seine Grenzen gerät, ist für Faller nicht denkbar: „Bier git Kraft – was will man mehr!“

https://crosstriathlon-schluchsee2015.racepedia.de

Ganz frisch eingetroffen Shimano 1x 11!

Gegen die Wand

Sicher haben Sie sich auch schon gefragt, warum Frank Lehmann, Benjamin Hirt und Fabian Strecker neuerdings den Anschein von Halbgöttern erwecken. Die Antwort darauf ist simpel: Sie sind es!
Denn unsere Jungs haben den Mudiatior in Freiburg bezwungen. Gegen die Wand, rein in den Matsch und rauf auf die Leiter!
Harte Trainingsstunden waren dieser Tortur vorangegangen, stets mit dem Fokus auf das Durchhalten. „Es war dennoch hart“, berichtet Fabian Strecker im Anschluss an den Lauf. Dass es tatsächlich Fabian ist, verraten nur seine Augen, der Rest seines Körpers ist mit Matsch überzogen. 25 Hindernisse haben die Jungs im Zuge des Laufs überwunden, darunter beispielsweise auch „Sackhüpfen“. „Jeder von uns hat in einem anderen Hindernis seinen Meister gefunden. Für mich erwies sich das Schleppen von Traktorreifen als besonders hart“, so Fabian. Profitiert hat das Dreiergespann sicherlich auch davon, dass Benjamin und Frank  ähnliche Erfahrungen beim Bund sammeln durften. Dennoch mussten alle drei mit ihrer Überwindung kämpfen, als es bis zum Scheitel in die Matschgrube ging.
Derzeit dürfen die Jungs die Beine hochlegen, derweil Teamchef Patrik Faller den Lauf analysiert: „Der Run in Freiburg war nur eine Testphase für uns. Am 27. September wird es erst richtig hart, denn dann findet der Mudiator seinen Abschluss am Schluchsee unter Einbindung der Rothaus Brauerei“, erklärt Faller und führt aus, dass die Jungs IHRER Brauerei, in deren Namen sie natürlich als ROTHAUS BERGRADSPORTGRUPPE an den Start gehen werden, alle Ehre machen wollen.

Rothaus-Mudiator in Freiburg

Jetzt wird es ernst!
Heute steht der Rothaus Bergradsport Gruppe eine neue Herausforderung bevor: der Mudiator- Run in Freiburg. Fitness, Tapferkeit, Geschicklichkeit und eisernen Willen sind bei diesem speziellen Hindernislauf gefragt. Für Frank Lehmann, Benjamin Hirt und Fabian Strecker kein Problem. Seit Wochen trainieren die Jungs unter der Anleitung von Teamchef Patrik Faller. „Wir haben die Wälder rund um Kirchzarten neu entdeckt und jedes noch so widrige Hindernis überwunden. Egal ob Baumstämme, Sitzbänke oder Zäune – wir sind bereit“, betont Faller. Dass der Mudiator-Run eine völlig neue Herausforderung sein wird, dessen sind sich die eisernen Jungs bewusst. „Das ist nichts für Weicheier“, erklärt Faller und führt aus, dass es Mut, Abenteuerdurst und unbändigen Willen bedarf, um die Strecke zu meistern. Attribute, die die Rothaus Bergradsport Gruppe auch auf dem Bike zu jeder Zeit unter Beweis stellt. Rund 25 Hindernisse warten auf die Jungs, wenn es nach dem Warm-Up auf der Messe Freiburg über die Madisson Allee weiter zu einem unentdeckten Weg zwischen den großen Möbelhäusern und dem Freiburger Flughafen direkt auf einem kleinen Pfad in den Mooswald geht. Schlamm, Hindernisse, Eis und Wasser werden den Weg erschweren, doch aufgeben gilt nicht. „Wir sind motiviert wie selten zuvor“, erklärt Benjamin Hirt und Fabian Strecker betont, dass man im Hochschwarzwald schon andere schwere Wettkämpfe erfolgreich absolviert habe. „Wir sind verrückt genug, um den Mudiator zu bezwingen“, betont Frank Lehmann. Die noch verbleibende Zeit bis zum Wettbewerb nutzt das Team für letzte Trainingseinheiten und Motivationsübungen. „Wir basteln derzeit noch an unserem Schlachtruf und dann geht es los“, erklärt Faller abschließend.
Weitere Infos unter www.mudiator.com

KameRADschaft: Unterstützung für Benny Rudiger

„Ich habe beschlossen, dass ich will“

 In Kirchzarten hat sich eine Initiative zur Unterstützung des schwer verletzten Mountainbikers Benjamin Rudiger formiert. Die Sparkasse Hochschwarzwald, die Badische Staatsbrauerei Rothaus, die Organisation des Black Forest Ultra Bike-Marathons in Kirchzarten und wollen dem 31-Jährigen aus Kirchzarten die Rehabilitation in der Schweiz finanzieren. Auch die Schweizer Mountainbiker Nino Schurter und Thomas Frischknecht haben sich bereits für Rudiger eingesetzt.

Was passiert ist (I): Seit dem 10. Januar 2015 ist für Benjamin Rudiger nichts mehr wie es vorher war. Sein Leben hat seitdem eine völlig andere Richtung genommen. Für den Schwarzwald ungewöhnlich um diese Jahreszeit: es lag kein Schnee. So brach er mit seinem Mountainbike auf zu einer „handelsüblichen Feierabend-Tour“, wie er es selber nennt. Dabei kam es bei einem harmlosen Bremsvorgang zu einem Sturz. Mit fatalen Folgen. Der siebte und achte Brustwirbel sind gebrochen.

Die Notfall-Versorgung verlief reibungslos. „Bis zur OP-Kante ging alles superschnell“, sagt Benjamin Rudiger über die ersten Stunden.

Es folgte zwei Tage später der Transfer in die BG-Unfallklinik nach Tübingen zur Akut-Rehabilitation. Später wechselte Benjamin Rudiger noch für drei Wochen nach Murnau in eine andere Klinik. Nach einem kurzen Zwischenaufenthalt zuhause, setzte er die Rehabilitation in Nottwil fort.

Was mit ihm passiert ist: Das sind die nackten Daten. Was dahinter steckt, welche psychischen Tiefen ein Mensch nach einem solchen Schlag aushalten muss, das mag man sich gar nicht ausmalen. „Ich hatte Phasen, in denen ich keinen Bock mehr hatte, aber ich bin trotzdem ein lebensbejahender Mensch. Es gab immer noch Leute um mich herum, denen es noch schlechter ging. Da gibt es Menschen, die können nicht mal mehr die Arme bewegen und selbst die kriegen das hin. Ich habe mir gesagt: du hast kein Recht aufzugeben“, fasst Benjamin Rudiger seine Motivation zusammen. „Im Reha-Alltag habe ich erkannt: es geht irgendwie. Wenn man will. Und ich habe beschlossen, dass ich will.“

Rudiger hat ja bereits wirklich existenzielle Nöte erlebt, als bei ihm im Oktober 2006  Lymphdrüsenkrebs (Morbus Hodgkin) diagnostiziert wurde. Diese harte Prüfung bestand und überstand der zweimalige Deutsche U23-Meister auf dem Mountainbike, aber er im  Leistungssport genügte er danach seinen eigenen Ansprüchen nicht mehr.

Er begann eine Ausbildung zum Bankkaufmann und setzte den Sparkassen-Betriebswirt noch drauf. Seiner Leidenschaft für Sport aller Art und für das Mountainbiken im Speziellen blieb er in seiner Freizeit treu.

Erst vergangenen Sommer initiierte er mit seinem Trainer und Freund Patrik Faller die Rothaus Bergradsport-Gruppe, eine Freizeit Mountainbike-Formation, die den Schwarzwälder Mountainbike-Lifestyle und die Freude am Sport transportieren wollte. Im Moment fällt es schwer unter diesem Titel in die Pedale zu treten, weil auch die anderen von dem Schicksal ihres Freundes schwer getroffen sind.

Die Aufgabe. Jetzt aber hat sich die Bergradsport-Gruppe eine neue Aufgabe gestellt: Der Aufenthalt in Nottwil ist teuer. Zwei Monate im besten Paraplegiker-Zentrum Europas kosten ungefähr 120000 Euro. „Wir schaffen das“, hat sich Rudigers Freundeskreis vorgenommen.

Dass es überhaupt zu einer Aufnahme in der renommierten Einrichtung kam, dafür haben sich auch der dreifache Weltmeister Nino Schurter und sein Teamchef, die MTB-Legende Thomas Frischknecht unter anderem mit einem Unterstützer-Brief stark gemacht.

Das Netzwerk. Ein Unterstützerkreis mit dem Titel „KameRADschaft ist sinnvoll“ hat sich formiert. Mit an Bord: Benjamin Rudigers Arbeitgeber, die Sparkasse Hochschwarzwald, der Sponsor der Bergradsport-Gruppe: die Badische Staatsbrauerei Rothaus und das Organisationskomitee des Kirchzartener  Black Forest Ultra Bike-Marathons, dem Benjamin Rudiger auch angehört.

„Benny genießt sehr große Wertschätzung in unserem Haus und alle haben großen Anteil daran genommen. Wir werden als Sparkasse seine Rehabilitation unterstützen und sein Arbeitsplatz bleibt frei, egal wie lange es dauert“, erklärt Vorstandsvorsitzender Jochen Brachs.

Christian Rasch, Vorstand der Rothaus AG, will „unser starkes Netzwerk nutzen“ und sieht „viele Ansätze“ um Rudiger auf seinem Weg zu unterstützen. „Die Rothaus-Familie ist wahnsinnig betroffen, weil die Bergradsport-Gruppe ein Teil unserer Firmenfamilie ist. Ich bewundere den Mut, die Kraft und diesen Willen, den Benny in sich trägt, wieder ein normales Leben zu führen.“

Für das Ultra-Bike Orga-Team spricht Sebastian Eckmann von „extremer Anteilnahme“, die er in Mountainbike-Kreisen erlebt hat. „Da war sofort Solidarität zu spüren. Wir setzen auf die Mountainbike-Gemeinde, die auch wirklich eine Gemeinde ist.“

Die Perspektive. „Extrem komisch“, sei das für ihn, in so einer Situation zu sein, Hilfe nötig zu haben. „Aber es ist wie es ist“, sagt Benjamin Rudiger. Es wäre nicht er, wenn er nicht eine Perspektive über sich selbst hinaus entwickeln würde. „Es ist unglaublich, wie viele Leute sich für mich einsetzen. In Nottwil wird tolle Arbeit geleistet, aber es ist einfach so: das kostet Geld. Ich will größtmögliche Selbstständigkeit erreichen“.

Das aber ist ihm nicht genug. Schon nach seiner Krebserkrankung gründete er mit Doris Weiss gemeinsam den Verein Ride2Live zur Unterstützung von Krebs-Patienten. „Vielleicht können wir etwas Vergleichbares für Patienten mit Querschnittslähmung auf die Beine stellen. Ich kann im Moment nur ‚Danke’ sagen, aber ich will auf jeden Fall was zurückgeben, auch wenn ich das nie komplett schaffen werde“, eröffnet Benjamin Rudiger eine Perspektive über seinen Person hinaus.

„Die „KameRADschaft“ soll keine Eintagsfliege sein“, betont auch Patrik Faller. In der aktuellen Situation müsse für die Hilfe alles ziemlich schnell gehen, aber ein Verein wird in Kürze gegründet.

Ein Spendenkonto ist bei der Sparkasse Hochschwarzwald bereits eröffnet.

Benjamin Rudiger – Stichwort: „Unterstützerkreis KameRADschaft“
IBAN: DE05 6805 1004 0004 6080 22
BIC: SOLADES1HSW
Bank: Sparkasse Hochschwarzwald

Mehr Informationen zu Benjamin Rudiger und seiner „KameRADschaft“ findet man auf www.benny-rudiger.de Dort werden auch aktuelle Informationen über Hilfs-Aktionen und über den Fortgang der Rehabilitation veröffentlicht.

KameRADschaft zeigt erste Erfolge

Das Pfingstwochenende stand für die ROTHAUS BERGRADSPORT GRUPPE erstmals im Zeichen von Benjamin Rudiger und das mit Erfolg! Die ehemaligen Spitzensportler erprobten sich als Tourguides und gingen gemeinsam mit Interessierten auf ULTRA-Bike-Tour rund um Kirchzarten. Das Besondere daran: die Teilnehmer leisteten keine Startgebühr, sondern spendeten für den Teamkollegen der ROTHAUS BERGRADSPORT GRUPPE, Benjamin Rudiger, der seit seinem schweren MTB Unfall gelähmt ist und die Kosten für seine Behandlung in der Schweiz selbst tragen muss. Auf den Teilstrecken des ULTRA Bike Marathons und Lieblingstrails der Bergradsportler kamen alle Teilnehmer voll auf ihre Kosten. Stolze 2005 Euro wurden als Unterstützung für Benjamin Rudiger eingefahren. Wer selbst spenden möchte, der kann sich unter www.benny-rudiger.de informieren.

KameRADschaft

Manchmal, wenn Worte nicht annähernd das ausdrücken können, was man empfindet und Taten niemals das erreichen können, was wir uns wünschen, dann ist es an der Zeit, den eigenen Weg zu überdenken, sich neu zu orientieren, um gemeinsam in die Zukunft zu blicken.

Gerade einmal vier Monate ist es her, dass unser Teammitglied Benjamin Rudiger einen solch schweren Mountainbike Unfall erlitt, dass sein Leben eine völlig neue Richtung angenommen hat.
Der leidenschaftliche Biker und zweifache Deutsche U23-Meister in der olympischen Cross-Country-Disziplin hat sich bei diesem Sturz den siebten und achten Brustwirbel gebrochen. Seither kann er nicht mehr stehen oder gehen und ist vom Oberkörper ab gelähmt.
Eine Lähmung, die auch unser Team ergriff. Die Rothaus Bergradsport Gruppe war gegründet worden, um mit Spaß am Bike die Wälder zu erkunden und Gruppenerlebnisse zu etwas Besonderem werden zu lassen. Doch nach Spaß war uns in den vergangenen Monaten weiß Gott nicht zu Mute. Wir haderten mit dem Schicksal und fragten uns, wie es sein kann, dass ein Mensch, der erst vor wenigen Jahren den Kampf gegen den Krebs besiegt hat, nunmehr erneut vom Schicksal getroffen worden war. Eine Frage, auf die wir keine Antwort gefunden haben und vermutlich auch nicht finden werden. Nach Operation in Freiburg, Therapie in Tübingen und in Murnau ist Benjamin seit kurzem in Nottwil in der Schweiz, um alle Möglichkeiten für Heilung und Rehabilitation auszuschöpfen. Das dortige Paraplegiker-Zentrum gilt als das beste in Europa, wird aber von den deutschen Kostenträgern nicht finanziert. Der Klinikaufenthalt ist teuer. Die ersten zwei Monate schlagen bereits mit 120 000 Euro zu Buche. Diese Kosten haben uns erkennen lassen, dass wir sehr wohl tätig werden können, nämlich darin, Gelder für Bennys Rehabilitierung zu sammeln. Die Rothaus Bergradsport Gruppe wird daher künftig wieder in die Pedale treten und Spenden für Benny sammeln. Mehr zur Spendenaktion „kameRADschaft“ erfahren Sie in den kommenden Wochen auf dieser Seite.